Schüler*innen und Lehrkräfte in Frankreich gehen gemeinsam auf die Straße
In Frankreich gingen Schülerinnen und Schüler im Alter von 15‑18 Jahren und Lehrkräfte auf die Straße, um über zu große Klassen, zu wenige Lehrkräfte und zu wenig Geld für Schulen zu protestieren. Rund 1,5 Millionen Menschen nahmen teil – das war die größte Demonstration des Jahres.

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In Frankreich protestierten gestern mehr als ein Viertel aller weiterführenden Schulen, an denen Schülerinnen und Schüler im Alter von 15‑18 Jahren lernen. Die jungen Menschen wollten zeigen, dass ihre Klassen zu voll sind, es nicht genug Lehrkräfte gibt und die Schulen zu wenig Geld bekommen. Auch viele Lehrkräfte hörten an diesem Tag mit ihrer Arbeit auf und schlossen sich dem Protest an – das nennt man einen "Gewerkschaftsstreik".
### Warum protestieren?
- **Klassen sind zu groß**: Wenn zu viele Kinder in einer Klasse sind, können die Lehrkräfte nicht jedem genug Zeit geben.
- **Zu wenige Lehrkräfte**: Ohne genug Lehrkräfte wird der Unterricht schlechter.
- **Geld fehlt**: Ohne genug Geld können Schulen keine neuen Bücher, Computer oder Laborgeräte kaufen.
### Wie groß war der Protest?
Das Innenministerium von Frankreich sagte, dass etwa 500 000 Menschen auf den Straßen waren. Die Gewerkschaften schätzten die Zahl auf 1,5 Millionen. Das war die größte Protestaktion in Frankreich in diesem Jahr.
### Wer war dabei?
- **Schüler*innen**: Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren.
- **Lehrkräfte**: Lehrpersonen, die ihre Arbeit für den Tag liegen ließen, um zu protestieren.
- **Gewerkschaftsvertreter*innen**: Menschen, die für die Rechte der Arbeiter*innen kämpfen.
### Wo fand der Protest statt?
In großen Städten wie Paris, Marseille, Bordeaux und Lille gab es Demonstrationen.
### Sicherheit
Rund 70 000 Polizist*innen standen bereit, falls es zu Gewalt kommen sollte. Die meisten Proteste verliefen friedlich, in einigen Städten gab es nur kleine Spannungen.
### Was sagt die Regierung?
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu plant ein "soziales Gespräch" mit den Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Regierung will die Klassengrößen verkleinern und bis 2028 das Online‑Bewerbungssystem für Universitäten ändern.
### Warum ist das wichtig?
- **Bessere Bildung**: Studien zeigen, dass kleinere Klassen den Lernerfolg steigern.
- **Rolle der Gewerkschaften**: Sie setzen sich seit vielen Jahren für faire Arbeitsbedingungen ein.
- **Französische Bildungsgeschichte**: Seit den 1970er‑Jahren gibt es immer wieder Reformen, um Bildung gerechter und besser zu machen.
### Wusstest du schon?
- In einer Klasse mit 30 Schüler*innen kann die Lehrkraft jedem nur etwa 2 Minuten pro Stunde individuell helfen. Bei 60 Schüler*innen sinkt die Zeit auf 1 Minute.
- Im Jahr 2023 wurden in Frankreich 1 000 neue Lehrkräfte eingestellt, aber das reicht immer noch nicht.
### Fragen, die Kinder interessieren könnten
- **Warum sind die Klassen so voll?**: Es kommen immer mehr Kinder in die Schulen, aber es werden nicht genug neue Lehrkräfte eingestellt.
- **Was machen die Lehrkräfte?**: Sie erklären den Stoff und beantworten gleichzeitig die Fragen der Schüler*innen.
- **Wie wird der Protest enden?**: Die Regierung plant, die Klassen kleiner zu machen und mehr Geld für Schulen bereitzustellen.
### Wie das den Alltag von Kindern beeinflusst
Durch die Proteste wird deutlich, dass große Klassen das Lernen erschweren. Kleinere Klassen bedeuten mehr persönliche Unterstützung und mehr Spaß beim Lernen.
### Fazit und Ausblick
In Frankreich arbeiten Schüler*innen und Lehrkräfte zusammen, um die Qualität der Bildung zu verbessern. Die Regierung arbeitet an Plänen, um Klassen kleiner zu machen und mehr Geld in die Schulen zu stecken. In Zukunft sollen die Kinder bessere Lernbedingungen bekommen.
📰 Quelle:BBC Newsround


