Ein uralter Frosch, der im Meer lebte: Gerrothorax maritimus
Zwei alte Skelette, die 237 Millionen Jahre alt sind und in China gefunden wurden, zeigen, dass es zu dieser Zeit amphibische Tiere gab, die im Meer lebten. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Wesen mit heutigen Fröschen verwandt ist, aber komplett im Wasser lebte.

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Im Jahr 2004 fanden Bauern in der chinesischen Provinz Guizhou zwei seltsame Skelette. Diese Entdeckung überraschte Wissenschaftler sehr. Die Skelette stammen aus der Trias‑Zeit, vor etwa 237 Millionen Jahren, und gehören zu einem Tier, das ganz anders war als die heutigen Amphibien (Frösche, Molche, Salamander). Die Forscher nannten die neue Art **Gerrothorax maritimus**; das Wort „maritimus“ bedeutet „zum Meer gehörig“. Der Name zeigt, dass das Tier eng mit dem Meer verbunden war.
### Was ist die Trias‑Zeit?
Die Trias‑Zeit liegt ganz am Anfang der Zeit, in der Dinosaurier auftauchten – etwa von vor 252 bis 201 Millionen Jahren. Auf dem Land veränderten sich die Ökosysteme schnell, und im Meer entstanden viele neue Arten. Gerrothorax war einer der ersten amphibischen Lebewesen, die im Meer lebten.
### Eigenschaften von Gerrothorax
- **Größe**: Das größte Exemplar war etwa 74 cm lang – etwa so lang wie eine kleine Gitarre.
- **Körper**: Es hatte einen breiten, flachen Körper, der mit Knochenplatten bedeckt war. Diese Platten wirkten wie ein Schild und schützten es vor Feinden.
- **Atmung**: Es besaß Kiemenflossen, das heißt, es konnte unter Wasser atmen.
- **Mund**: Der Mund war breit, sodass es am Meeresboden liegen und schnell Beute wie ein Fisch schnappen konnte.
### Warum ist das für das Leben im Meer wichtig?
Heutige Amphibien leben meist an Land oder in Süßwasser. Ihre dünne Haut verträgt kein salziges Meerwasser. Gerrothorax dagegen lebte komplett im Meer. Das zeigt einen wichtigen Wendepunkt in der Evolution von Amphibien: Einige Arten wechselten vom Land ins Meer und entwickelten neue Anpassungen.
### Wissenschaftliche Beweise
- **Ort**: Die Skelette wurden in Felsen gefunden, die mehr als 30 km von der nächsten Insel entfernt lagen. Das bedeutet, dass die Körperteile nicht vom Land ins Meer transportiert wurden.
- **Chemische Spuren**: In den Knochen fanden Wissenschaftler chemische Signaturen, die der Zusammensetzung des Meerwassers aus dieser Zeit sehr ähnlich sind.
- **Nahe Lage**: Die beiden Skelette lagen sehr dicht beieinander, was darauf hindeutet, dass sie fast unverändert erhalten blieben.
### Was denken die Wissenschaftler?
Gerrothorax wird als Vorfahre moderner Amphibien angesehen, lebte aber wahrscheinlich ausschließlich im Meer. Das ist der stärkste Hinweis darauf, dass Amphibien sich einmal an das Leben im Wasser angepasst haben. Die Forscher glauben, dass diese Entdeckung ein neues Fenster zur Geschichte der Amphibien‑Evolution öffnet.
### Lustige Fakten für Kinder
- **Wusstest du?** In der Trias‑Zeit tauchten die ersten Dinosaurier und fliegenden Reptilien auf.
- **Spannende Frage**: Das Leben von Gerrothorax im Meer war ein wichtiger Schritt, wie sich Amphibien an Wasser anpassen konnten. Das hilft uns zu verstehen, warum andere Tiere ebenfalls vom Land ins Wasser wechselten.
- **Für dich**: Diese Entdeckung zeigt, wie erstaunlich und wechselhaft die Natur ist. Kinder können dadurch ihr Interesse an Evolution und Anpassung wecken.
### Blick in die Zukunft
Die Entdeckung von **Gerrothorax maritimus** wird uns helfen, besser zu verstehen, wie Amphibien sich an das Meer anpassten. Wenn in Zukunft mehr Fossilien gefunden werden, können wir genauer erforschen, welche Rolle solche Tiere im alten Meeresökosystem spielten. Solche Funde bringen uns immer mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit der Erde.
### Fazit
Die beiden alten Skelette aus China zeigen ein Tier, das vor 237 Millionen Jahren im Meer lebte – das erste amphibische Lebewesen seiner Art. **Gerrothorax maritimus** markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Evolution von Amphibien und liefert Wissenschaftlern neue Erkenntnisse darüber, wie Lebewesen sich an neue Lebensräume anpassen können. Die Entdeckung erinnert uns noch einmal daran, wie überraschend und vielfältig die Natur sein kann.
📰 Quelle:BBC Newsround

